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Trentino-Südtirol

Trentino-Südtirol: Klima

Das Klima der Region wird von der Höhe und vom Zuschnitt der Täler bestimmt, und die Spannweite darin ist extrem.

Die Talböden

Das Etschtal hat ein überraschend kontinentales Klima. Bozen liegt auf 262 m in einem auf drei Seiten von Bergen umschlossenen Becken, das die Wärme staut: Die Sommerhöchstwerte erreichen häufig 33-35 °C, und die Stadt taucht regelmäßig unter den heißesten Orten Italiens auf. Die Winter sind kalt, 0-6 °C tagsüber, mit Nebel und Frost, aber auf dieser Höhe vergleichsweise wenig Schnee.

Rund um die Nordspitze des Gardasees wechselt das Muster zu etwas beinahe Mediterranem, mild genug für Oliven und Zitronen.

Die Höhe

Oberhalb von etwa 1.000 m wird es richtig alpin: lange schneereiche Winter, kurze kühle Sommer und deutlich mehr Niederschlag. Die Skigebiete halten den Schnee von Dezember bis in den April, die höchsten Lagen tragen ganzjährig Gletscher.

Praktisch bedeutet das einen Unterschied von 15 °C und mehr zwischen Bozen und einem Dolomitenpass am selben Nachmittag. Wer beides an einem Tag macht, packt regelmäßig zu dünn.

Bergwetter

Sommernachmittage bringen über den Dolomiten recht verlässlich Gewitter — der Grund, warum man früh startet und exponiertes Gelände sowie Klettersteige bis zum frühen Nachmittag verlassen haben will. Die Verhältnisse schlagen schnell um, und ein klarer Morgen ist keine Prognose.

Praktische Hinweise

  • Öffnungszeiten von Hütten und Bahnen prüfen: Der Bergbetrieb läuft grob von Mitte Juni bis Anfang Oktober und von Dezember bis April.
  • Hohe Pässe — Stilfserjoch, Gavia, Pordoi — sind im Winter gesperrt, das Stilfserjoch meist bis Ende Mai oder Juni.
  • In der Höhe braucht man in jedem Monat Schichten und eine winddichte Jacke.
  • Das Enrosadira zeigt sich am besten bei klarem, beständigem Wetter am Tagesrand.

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